Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung e.V.

Körperpsychotherapie

Die Weiterbildung versteht sich vor dem Hintergrund einer humanistischen Psychotherapie als spezieller körperpsychotherapeutischer Ansatz der Personzentrierten Psychotherapie. Diese wird integrativ verstanden, wobei sowohl der experientielle Zweig (Focusing, emotionsfokussierte Therapie) als auch entwicklungspsychologische Modelle und Perspektiven den Bezug zu und den Anschluss an aktuelle klinische Vorgehensweisen der Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie ermöglichen.

 

Das Grundverständnis der Personzentrierten Körperpsychotherapie lässt sich in folgenden Thesen zusammenfassen:

 

  • Erleben und Erfahrung der Person stehen im Mittelpunkt. Die Schwerpunktsetzung liegt auf dem aktuellen Erleben (Experiencing) im Hier und Jetzt. In Psychotherapie und Beratung auftauchende Inhalte werden immer wieder auf die Grundlage des Körpererlebens rückbezogen
  • Der Körper ist die Basis des Selbsterlebens und der Identität. Da jede Erfahrung und Wahrnehmung ihre Basis im Körper hat, ist der Körper letztlich das Fundament des Selbsterlebens und auch der Identität einer Person.
  • Das Zentrum der Person ist das erlebende, prozesshafte Selbst.
  • Der von innen gespürte Körper ist der grundsätzliche Orientierungspunkt.
  • Der Körper ist prozesshaft, er hat seine eigene Fortsetzungsordnung. Der sich selbst organisierende Erlebens- und Entwicklungsprozess der Person und ihres Körper/Selbsterlebens kann durch gute (Beziehungs-)Bedingungen in Richtung eines Wachstumsprozesses angestoßen werden.
  • Zu jeder Situation gibt es eine innere Körperresonanz, die in jeder Therapiesituation angefragt werden kann
  • Die eigene Innenwelt und das Körpererleben sind immer auch intersubjektiv vermittelt. Das subjektive innere Erleben ist gleichzeitig unmittelbar und (sozial) vermittelt. Identität und (authentisches) Selbst können nur durch soziale Interaktion entstehen
  • Der therapeutische Prozess entfaltet sich in der Dialektik zwischen Erfahrung (felt sense) und Reflektion (Griff, Symbolisierung), so wie er im Focusing verstanden wird.
  • Die von Rogers formulierten therapeutischen Grundhaltungen Empathie, Akzeptanz und Kongruenz bilden die Basis einer personzentrierten Körperpsychotherapie. Sie können körperorientiert umgesetzt werden. Die Bezugnahme auf den eigenen Körper in einer nicht-wertenden, nicht-funktionalisierenden Weise ist Bedingung für den Aufbau von mehr Körperakzeptanz und ein besseres Verstehen des Körpererlebens sowie für die Authentizität im körperlichen Ausdruck.

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Broschüre "Personzentrierte Körperpsychotherapie". Aktuelle Weiterbildungsangebote finden Sie unter https://www.gwg-ev.org/weiterbildung